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Eric Budry am, Montag 27. Februar 2012

Ein Hauch von Zen in der Stunde des Chaos

Erinnern Sie sich? Die Schweiz war das Land der pünktlichen Züge, dieses ruhige Land, wo man sich ein wenig langweilte, aber wo alte Damen nicht zu Hause von angeheiterten Psychopathen angegriffen wurden. Dies war die Zeit, als Arme den Anstand hatten, daheim zu bleiben und uns nicht auf der Strasse lästig fielen mit ihren ausgestreckten Händen. Oder kann es sein, dass dieses Land niemals wirklich existiert hat? Dass uns unsere Erinnerung einen Streich spielt? Dass diese vermeintlich perfekte Welt die Folge einer Zeit ist, in der nur wenig Informationen die Runde machten und die Dinge verschwiegen oder versteckt wurden? Ganz einfach, weil man über diese Dinge nicht sprach? Die Vorhänge wurden zugezogen und die Lippen versiegelt!

Dieser Weckruf richtet sich besonders an die Genfer: Damit sie die jüngsten Geschehnisse etwas relativieren.

Der Genfer FDP-Regierungsrat Mark Muller.

Sich übertrieben wegen der Keilerei eines Politikers aufzuregen bringt nichts: Der Genfer FDP-Regierungsrat Mark Muller. (Bild: Keystone)

Arme Menschen hat es in der Schweiz zwar immer gegeben, aber sie versteckten sich aus Scham. Dass sie betteln gingen, musste nicht befürchtet werden. Gewalt gab es zwar, meist in der Familie, gegenüber dem Partner und den Kindern. Eine Frau schwieg aber selbst dann, wenn sie geschlagen wurde, um nicht in die Versuchung zu kommen, unehrenhaftes Verhalten an den Tag zu legen und gar die Scheidung einzureichen. Das Einzige, was es aus dem eingangs erwähnten nostalgischen Phantasiegebilde wirklich gab, waren die pünktlichen Züge, aber ihre Anzahl war viel kleiner. Manchmal sassen italienische Saisonniers drin, die wie Vieh schärfstens unter die Lupe genommen wurden, als sie in Genf ankamen. Eine perfekte Welt, ganz gewiss. Dieser Weckruf richtet sich besonders an die Genfer: Damit sie die jüngsten Geschehnisse etwas relativieren. Nein, ihre Welt wird nicht zusammenbrechen, weil ein irregeleiteter Regierungsrat am 1. Januar unter die Schläger ging. Schimpfen wir also gemeinsam, wenn wir bei eisigem Biswind eine halbe Stunde aufs Tram warten müssen. Aber leiten wir daraus nicht ab, dass wir einzig von unfähigen Menschen regiert werden, die sich über unsere Probleme mokieren. Im Chaos muss man sich entspannen wie in der Zen-Lehre. Etwa indem man daran denkt, dass wir das Glück haben, in einem politischen System zu leben, das es den Bürgern alle vier Jahr gestattet, die Gewählten, die uns nicht passen, wieder abzuwählen. Das mag nach wenig klingen, aber in zahlreichen Ländern kämpfen die Menschen für dieses bisschen Einfluss; sie haben viel mehr Grund, wütend zu sein, als wir.

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Eric Budry est journaliste à la « Tribune de Genève »
Eric Budry ist Journalist bei der «Tribune de Genève»

34 Kommentarecommentaires zusur “Ein Hauch von Zen in der Stunde des Chaos”

  1. Philipp Rittermann sagt:

    finde ich auch. männer wollen sich hin- und wieder prügeln und das über alle schichten. das liegt in unserer natur. hin und wieder jemanden auf die fr….e zu hauen ist ja auch nicht so tragisch, solange “nur” die fäuste sprechen!

    • Anh Toan sagt:

      @Philipp Rittermann: Nee, das wollen Jungs. Männer kämpfen, wenn sie bereit sind, zu töten, Jungs kämpfen um zu zeigen, dass sie stärker sind.

      Schlagen Sie jemanden mit den Fäusten auf den Kopf, kann der Getroffene schwerste Behinderungen davon tragen, oder gar sterben. Sind Sie nicht bereit, dies billigend in Kauf zu nehmen (wie die Juristen sagen), lassen Sie es bleiben. Physische Kraft hat auch keinen Wert mehr, Muskeln braucht Mann fürs Aussehen, Kraft haben Maschinen.

      Ihre Meinung ist weit verbreitet, z.B. in UK, deshalb nicht weniger bescheuert.

      • Philipp Rittermann sagt:

        da gebe ich ihnen grundsätzlich recht, herr toan – und grundsätzlich lasse ich es auch bleiben; ausser man nötigt mich dazu; dann wird’s unlustig.

      • Philipp Rittermann sagt:

        und, herr toan, da ich der meinung bin, dass sie “beide seiten” verstehen, hier mein, (auf den unterarmen tätowiertes), leitmotto aus dem alten testament: -> Blessed is he who, in the name of charity and good will, shepherds the weak through the valley of darkness, for he is truly his brother’s keeper and the finder of lost children. And I will strike down upon thee with great vengeance and furious anger, those who would attempt to poison and destroy My brothers. -> und danach lebe ich.

        • Anh Toan sagt:

          Ihr Bibelzitat kommt ganz prominent in “Pulp Fiction” (einer der besten 10 Filme aller Zeiten): Der Mafiakiller zitiert Ezekiel 25:17 bevor er seinen Job erledigt….

          Ich bin durchaus der Meinung, dass man für seine und auch die Rechte von anderen Schwachen einstehen muss, wenn notwendig auch mit Gewalt, das bedeutet zum Beispiel Verhinderung einer Vergewaltigung oder Belästigung, aber nicht anschliessendes Verprügeln des Täters als Rache, wenn keine Gefahr für den Schwachen mehr existiert.
          Pubschlägereien sind für mich Imponiergehabe von Spät- oder Endlospubertierenden.

    • Anh Toan sagt:

      @Philipp Rittermann: Es ist noch aus einem anderen Grund ausgesprochen dumm, jemandem mit den Fäusten auf den Kopf zu hauen:

      Sie benutzen dazu die Hände, auf deren Feinmotorik Sie den ganzen Tag angewiesen sind, um auf den härtesten Teil des Körpers ihres Gegners (Schädel, Zähne) einzuhauen. Aufgrund der feinmotorischen Fähigkeiten, ist die menschliche Hand leicht verletzbar, damit ungeschützt auf harte Gegenstände oder Körperteile einzuhauen, ist bescheuert. Sie riskieren, sich schwerer zu verletzen als den Gegner. Tragen Sie Sorge zu Ihren Händen!

      • Philipp Rittermann sagt:

        danke herr toan – ihre sorge um meine hände rührt mich fast ein wenig -:) und ja – es gibt nichts schlimmeres als “unkoordiniert zuzuschlagen; dies gilt sowohl für agressor, wie auch für den gegner – aus den von ihnen erwähnten gründen. als (ehemaliger) schwarzgurtträger im karate, kenne ich aber die mechanismen und auswirkungen eines GEZIELT geführten und KONTROLLIERTEN schlages relativ gut.

  2. Walter Bossert sagt:

    Ja diese Vorurteile! Wer behauptet denn ununterbrochen dass früher ALLES besser gewesen sei? Sind das nicht vor allem Journalisten? Oder aber berühmte Schriftsteller welche von Tell und Alpenglühen, von Milch und Honig so wie von einzigartiger Präzisionstechnik schwärmten wie sie nur in der Schweiz vorkommen soll?Ganze Schwärme Gebildeter hatten sich dieser Lobhudelei angenommen während sich das gemeine Volk durchzubeissen hatte.Die angesprochenen Italiener hatten es sicher nicht gut, aber der Durchschnitts -Schweizer hatte es auch nicht viel besser! Dies um die Relationen wieder herzustellen.

    • R. Meister sagt:

      Wie Recht Sie doch haben @Walter Bosshert. Die naive lobgehudelte Selbstverliebtheit und Blindheit der SchweizerInnen ist ja tatsächlich absurd. Seit Generationen wird systematisch Gehirnwäsche betrieben mit “Wir sind die Besten,das glücklichste Land”,etc. Gierig wird jedes positive, bzw. verlogene “Diplomatengesülze” v. ausl. “Diplos” aufgesaugt wie die Muttermilch. Das alles resultiert aus einem Minderwertigkeitskomplex einer kritikresistenten Scheindemokratie wo sich die Bevölkerung permanent in die eigene Tasche lügt (Neutralität,Wohlstand,politische u.wirtschaftl.Sonderweg,etc.)

      • Anh Toan sagt:

        @R. Meister: “Seit Generationen wird systematisch Gehirnwäsche betrieben mit “Wir sind die Besten,das glücklichste Land”,etc. Gierig wird jedes positive, bzw. verlogene “Diplomatengesülze” v. ausl. “Diplos” aufgesaugt wie die Muttermilch.”

        Absurderweise gilt dies wohl in jedem Land dieser Welt: “Proud to be american”, “La grande Nation”, “Honi soit qui mal y pense “(HM Empire), deutsche Perfektion, China als Zivilisation, “siamo campione del mondo”. Wie kann ein aufgeklärter Erwachsener davon ausgehen, in seinem Land werde die Wahrheit erzählt, logischerweise in allen anderen Lügen?

    • Helveticus sagt:

      Die soziale Kontrolle früherer Zeichen hatte bestimmt ihre negativen Seiten. Aber wäre es vor 50 Jahren einem Regierungsrat eingefallen, 1. das Angestelltenklo eines Tanzlokals just zur selben Zeit zu besuchen, als es auch durch eine weibliche Angestellte aufgesucht wurde und 2. einen Angestellten hinterrücks anzufallen und zu prügeln, der sich über diese, sagen wir mal seltsame Koinzidenz aufregte? Kaum. Der wäre mit Sensen und Dreschflegeln aus dem Amt gejagt worden. Ich vermute schon länger, dass Freisinn gleichzusetzen ist mit frei von Werten, aber Mullers Verderbtheit geht zu weit.

  3. Eine etwas merkwürdige Wahrnehmung dieses Journalisten: die einmalige, handgreifliche Verfehlung eines Regierungsmitglieds mit der gegenwärtig tatsächlich existierenden Übermacht der Kriminellen in der Rhonestatt in Verbindung zu bringen. Und – Die Armen haben nicht Ihre Genfer Wohnung verlassen, um die Hand auszustrecken, sondern sind Romas, die zu Hunderten hier überwintern, medizinisch versorgt und durchgefüttert werden. Was die alten Damen betr., die “zu Hause von angeheiterten Die Dame von letzthin wurde in der Badewanne gefesselt, schwer verletzt und

  4. Peter Kaegi sagt:

    Es gibt eine Zeit zu schweigen und eine Zeit zu prügeln.

  5. Merkwürdige Wahrnehmung dieses Journalisten. Die Armen, die angeblich ihre Wohnung verlassen, um die Hand auszustrecken sind in der Tat Romas, die in der Rhonestadt überwintern sich durchfüttern und medizinisch versorgen lassen und nebenbei auch noch “Hausbesuche” abstatten. Im Fall der alten Damen und ihren “angeheiterten Psychopathen” handelt es sich um eine brutale lebensgefährliche Fesselung in der Badewanne und den Raub ihrer Kreditkarte; der Täter beging zum 15. Mal eine Straftat und kann angeblich nicht ausgewiesen werden, ist Algerier oder so. Der Fall Mark Müller dient als Ablenkung.

    • Anh Toan sagt:

      @Agnes Juillerat: : Wenn Sie kein Interesse an der exakten Kenntnis der Nationalität haben (“ist Algerier oder so”), interessiert Sie vermutlich auch nicht im Detail, warum er nicht ausgewiesen werden könne. Dennoch wissen Sie, dass dies “angeblich” so sei.

      Ohne den Ausweisungshinderungsgrund zu kennen, wissen Sie, diesen gibts gar nicht. Das wissen >Sie schon, weil er “Algerier oder so” ist. Ich denke Sie stimmen zu, wenn jemand sagt: “bei denen, z.B. Algeriern oder so, kann man nie wissen”.

      Frau, machen Sie mich wütend!

  6. fischer sagt sagt:

    Ist die M o r a l in der Schweiz nun endgültig ausseer Kraft gesetzt worden. Welch eine dekadente auslegung, denn gerade die in der Politik tätigen Menschen sollten doch eine Vorzeigeaufgabe inner haben, aber wenn jemand der Kinderpädohil veranlagt ist, sich noch als Bezirksrat aufstellen will, dann hört die Moral endgültig aug. Es scheint allmählich, egal welcher Couleur die Parteien zugehörig sind, dass das Muster, dem Volkswohl zu dienen vorbeit ist.

    • Helveticus sagt:

      Moral und Ethik wird für eine Privatsache gehalten. Ich mag das Moralisieren von scheinheiligen Oberlehrern zwar auch nicht, aber das Problem ist, dass ohne eine öffentliche Moral Figuren wie Muller viel öfter auftauchen und sich vorübergehend an der Spitze der Gesellschaft halten können. Zwar straucheln sie irgendwann, aber das ist weniger ein Zeichen für das Funktionieren von öffentlicher Moral als vielmehr ein Fanal für das Auseinanderfallen der Gesellschaft. Wegen dubioser Figuren hält man das System für verderbt, und vergisst all die Redlichen, die immer noch in der grossen Mehrheit sind

  7. Edi Mühlemann sagt:

    Ich will keine Politiker, die mit weit aufgerissenen Augen und verengten Pupillen wie Drogensüchtige in die Welt starren und die dazu noch mit Fäusten und Gewalt statt mit Grips im Gehirn argumentieren. Ich wünsche mir PolitikerInnen, die mit offenen Augen und wohlwollendem, herzhaftem Verstand mit und in unserer Gesellschaft und allen Schichten leben und diese verstehen und akzeptieren. PolitikerInnen sollen aus diesem Verständnis heraus weitsichtig planen und Gesetze bekämpfen oder erkämpfen, ohne sich in den verachtenswürdigen niedrigen Gefielden roher Gewalt selbst zu verlieren.

  8. Helveticus sagt:

    Die Aussage “Früher war es auch nicht besser” ist ungefähr gleich sinn- und hilflos wie “Früher war alles besser.” Und Trösten-wir-uns-mit-dem-was-wir-haben-weil-andere-haben-genau-das-nicht klingt auch ziemlich resigniert. Armer Budry, armes Genf.

  9. Jordan Keller sagt:

    Das ein Regierungsrat sich prügelt ist an sich schon ziemlich erschreckend, sagt man doch das die physische Gewalt dort beginnt wo man keine wörtlichen Argumente mehr hat. Wie gesagt, für einen Regierungsrat ist dies ja kurios. Es geht aber um mehr, Herr Muller hat gelogen oder zumindest nicht die ganze Wahrheit gesagt. Erst als er nicht mehr anders konnte gab Alles zu. Es erinnert an Fälle die wir von deutschen Politikern kennen, erst unter dem Druck der Medien und/oder der Oeffntlichkeit erlangen diese Herren ihre Erinnerungen zurück. Und Dies, Herr Budry, ist verwerfend.

  10. Helveticus sagt:

    Mark Muller kommt mir ein wenig vor wie eine Kreuzung aus dem Prügelprinzen Ernst August von Hannover und dem Freund der Nachtclubs, Carl Gustav, König von Schweden. Schade tritt er zurück, er brachte einen Hauch von ruchvollem Glamour in die Schweizer Politik und war, ausser vielleicht in der Rhonestadt, ein willkommener Unterhalter.

    • Nun, der ‘spontane’ Müller ist weg; in “Dallas sur Léman” ist aber weiterhin für ulkigen Spektakel gesorgt: MCG Boss Eric Stauffer hat gerade am vergangenen Freitag seinem Ratskollegen ein Glas Wasser an die Fr…. geschmissen.

  11. Rene Meier sagt:

    Es ist sehr interessant festzustellen, dass es sich hier um einen bürgerlichen Politiker handelt. Ich wollte es nur gesagt haben, oder.

  12. Roland sagt:

    “De pauvres, la Suisse en a toujours été peuplée, mais la honte les rendait invisibles. Aucun risque qu’ils fissent la manche.” Ceux qui “font la manche” aujourd’hui n’étaient pas en Suisse “à l’époque où tout allait bien”… L’immense majorité de ceux “qui font la manche” ne possèdent ni passeport suisse, ni permis d’établissement. Si des pauvres ont certes toujours existé en Suisse (citoyens helvétiques ou non mais avec permis d’établissement), ils ne font pas pas autant la manche aujourd’hui, quasi seuls les pauvres “importés” le font… Pour le reste, ce n’est pas tout faux !

  13. Pascale Hoffmeyer sagt:

    Les élections ne se font pas grâce à la personnalité des candidats mais grâce au soutien de leur famille politique et les arrangements entre partis. Même mauvais, très mauvais, un candidat dans le bon parti et utile aux autres a toutes les chances d’être élu voir réélu. Les scandales ne sont pas le fruit d’une hystérie collective mais d’une volonté politique de faire du tord à une personnalité gênante. Je ne connais pas ce M. Müller mais de toute évidence quelqu’un veut sa peau. Les citoyens ne font que manger ce qu’on leur sert. Et le cuistot, c’est la presse cela dit en passant…

    • Jean-François Chappuis sagt:

      A vous lire, cela fait chaud au coeur, tellement c’est vrai ce que vous dites : Les citoyens ne font que manger ce qu’on leur sert et le cuisto c’est la presse !
      Et le plus grand parti est celui des abstentionnistes, qui accepte le verdict des urnes sans sourcier.

  14. Muller musste nicht nur wegen der Prügelei gehen, er musste auch gehen weil er sich der Günstlingswirtschaft verschrieb. (Wohnung in bester Lage zu Dumping-Miete). Der Autor hat recht: Muller ist in unserer politischen Landschaft eine Ausnahme, wenn auch nicht das einzige schwarze Schaf. Und immerhin: Auch seine eigene Partei hat sich von ihm distanziert. Sie riskiert damit, dass die Bürgerlichen in der Genfer Regierung ihre Mehrheit nach zwei Jahren wieder verlieren. Eigentlich spricht das für unser politisches System: Wenig bis null Toleranz bei Magistraten. Unbestritten eine Qualität!

  15. André sagt:

    Nous avons une triste presse (journaux et radio) qui après avoir trouvé un os nous le sert de jour en jour afin de nourrir la vente de leur information.
    Il faudrait peut être savoir arrêter et parler de sujet bien plus important que celui-ci, chômage, exclusion, manque de diversité industrielle à Genève etc…

  16. Jean Berger sagt:

    Ich bin ganz der Meinung von Philippe Rittermann… Etwas prügeln schadet sicher nicht, und wenn man schon Baudirektor und Chef der öffentlichen Verwaltung ist, kann er sich doch dort auch eine 7-Zimmer-Wohnung im Stadtzentrum zum bestechenden Mietzins von 1800 Fr schnappen, er wäre ja ein Depp, wenn man dies nicht tun würde… In Frankreich treten deswegen Minister zurück, in der Schweiz wird ihnen von ihnen freisinnigen und liberalen Neffen und Onkeln auf die Schulter geklopft und gesagt: Bravo, ein wahrlich freiheitlicher, liberaler Akt!

    • Helveticus sagt:

      In Frankreich, Herr Berger, kriegen die Minister Wohnung und alles Mögliche sonst von der Republik zur Verfügung gestellt und geben die Sachen nach Ausscheiden aus dem Amt wieder ab.

  17. mais tout à fait sagt:

    La Suisse et Genève: deux mondes et deux cultures. D’un côté l’ordre et la propreté, une administration qui fonctionne, etc. De l’autre une république bananière digne d’un pays méditerranéen; corruptions, viol de la loi par les autorités, etc.. La denrière Genferei? Un élu l’alcool aidant commet des voies de fait dans un cadre privé? Il démissione. En même temps un élu sobre fait de même en plein parlement. Il se présente pour succéder au premier! Savez-vous ce qui différencie la Suisse du tiers-monde me demandait un ami très sérieux? La Versoix, lui répondis-je dépité.
    Signé: Un genevois

  18. CORBAZ Pierre sagt:

    Désolé Monsieur Budry, mais j’ai de la peine à vous suivre. Tous les fonctionnaires sont tenus à une conduite acceptable, même en dehors de leur fonction. Les genevois, peuple souverain, avaient fait confiance à M. Muller. Il les a trahi par un comportement plus que douteux. Même un président des USA a été contraint de démissionner après l’affaire du Watergate. ( R. Nixon, si je ne m’abuse ) Donc, pour M. Muller, comme pour tout fonctionnaire : Au revoir et remerciements pour les services rendus!

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