Blogs

Politblog
Xavier Alonso am, Mittwoch 25. Januar 2012

Cäsars Frau muss über jeden Verdacht erhaben sein!

Die Achillesferse des ehemaligen Nationalbankpräsidenten soll also seine Frau sein. Kashya Hildebrand, diese «starke Persönlichkeit», wie Ehemann Philipp es selbt sagte, verwendete die Bankkonten ihres Mannes, um ihre Steueroptimierungstätigkeit fortzusetzen, ohne je ihren Teil der Verantwortung zu übernehmen.

Dabei ging es darum, die Barguthaben des Ehepaars im Verhältnis 50 zu 50 zwischen US Dollar und Schweizer Franken zu halten, um so beim sehr pedantischen amerikanischen Fiskus in Vergessenheit zu geraten.

Vom Beginn dieser Affäre an war Kritik an der Lässigkeit von Frau Hildebrand zu hören. «Ich bin sehr streng mit der Ehefrau von Herrn Hildebrand, denn sie hat die ganze Welt der Politik in eine sehr schwierige Lage gebracht. Die Partner von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, wie Herr Hildebrand eine ist, dürfen sich nicht dem Verdacht der Spekulation aussetzen. Das ist inakzeptabel für Politiker und die Mitglieder ihrer Familie!» entrüstete sich FDP-Präsident Fulvio Pelli im Westschweizer Radio. Er, der bestimmt kein schrecklicher Reaktionär ist.

Wo endet die Suche nach der Rechtschaffenheit der Politiker und der hohen Bundesbeamten? Bei welchem Verwandtschaftsgrad?

Kaysha Hildebrand. (Bild: Keystone)

Partner von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens dürfen sich nicht dem Verdacht der Spekulation aussetzen: Kaysha Hildebrand. (Bild: Keystone)

In diesem Fall wird die Tragödie auf allen Ebenen gespielt. Es handelt sich um eine römische Tragödie, nicht um eine griechische. Die Worte von Fulvio Pelli beziehen sich auf einen berühmten Ausdruck, der oft von Politikern mit juristischer Ausbildung zu hören ist: «Cäsars Frau muss über jeden Verdacht erhaben sein!»

Dieser Satz soll laut dem Historiker Plutarch (26 bis 125 n. Chr.) von Julius Cäsar als Begründung gegeben worden sein, seine zweite Frau Pompeia zu verstossen, die unerlaubter Beziehungen verdächtig war. Schuldig oder unschuldig, Pompeia musste auf jeden Fall fallen gelassen werden, erklärte Cäsar, der kurz darauf zum Kaiser auf Lebenszeit ernannt werden sollte. Die Politiker und ihre Angehörigen müssen über jeden Zweifel erhaben sein. Die Frage stellte sich schon zur Zeit des Übergangs von der römischen Republik zum Kaiserreich, also vor zweitausend Jahren.

Und genau das hat Fulvio Pelli irritiert. Als Jurist weiss der FDP-Präsident genau, dass nicht alles, was legal ist, von der öffentlichen Moral akzeptiert wird. Und die politische Welt unseres Landes wurde so aufgefordert, sich im Lager der Gegner oder Befürworter von Philipp Hildebrand zu positionieren. Und Christoph Blocher, eine treibende Kraft in diesem Fall, weiss es auch. Seine Argumentation basierte auf der Kritik der «korrupten» Eliten und der persönlichen Glaubwürdigkeit von Hildebrand. Mehr als jeder andere Schweizer Politiker weiss der SVP-Stratege, dass das grosse Publikum sich nicht von juristischen Spitzfindigkeiten beeinflussen lässt.

Die Frage, die gewisse Beobachter umtreibt, ist nun: Wo endet die Suche nach der Rechtschaffenheit der Politiker und der hohen Bundesbeamten? Bei welchem Verwandtschaftsgrad? Wie weit reicht das Zertifikat für moralisches Verhalten? Will man verlangen, dass sie unverheiratet sind, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden? Wird man einen Richter anprangern, dessen Sohn beim Kiffen auf einer Party von Jugendlichen erwischt wird?


SchlagwörterMots-clefs: ,

Xavier Alonso est correspondant parlementaire à Berne pour le Newsnet à Lausanne (sites internet de «24heures», «Tribune de Genève» et «Le matin»).
Xavier Alonso ist Bundeshaus-Redaktor für Newsnet in Lausanne («24heures», «Tribune de Genève» und «Le matin»).

151 Kommentarecommentaires zusur “Cäsars Frau muss über jeden Verdacht erhaben sein!”

  1. “Steueroptimierungstätigkeit” sollte man genauer erklären: Frau Hildebrand ist US-Bürgerin. Sie hat einen Ausweg gesucht, in den USA Steuern zu hinterziehen. Wie alle US-Bürger im Ausland, muss sie eine US-Steuererklärung ausfüllen, ist in den USA steuerpflichtig. Wenn ihre Finanzspekulationen und die Gewinne daraus auf dem Konto ihres schweizerischen Ehemannes laufen, kann sie lässig behaupten, das sei gar nicht ihr eigener Gewinn. Umgekehrt: Kommen die US-Behörden dem Schwindel auf die Spur, dann würde unser Nationalbankpräsident erpressbar. Genau das ist gefährlich für die Schweiz!

    • Gene Amdahl sagt:

      Das hat mit Hinterziehung in dem Sinn nichts zu tun. Jeder hätte so gehandelt als US Bürger im Ausland.
      Das Dumme an der Geschichte ist eben, dass ihr Mann in einer speziellen Position ist. Deshalb hätte diese Frau dies besser nicht gemacht oder ihre US Staatsbürgerschaft abgelegt.

      • @Gene Amdahl

        HÄÄÄ? Wenn Frau Hildebrand ein Einkommen hat, das sie nach dem für sie geltenden Recht zu versteuern hat und dieses Einkommen auf einem fremden Konto versteckt, dann ist die Person eine Steuerbetrügerin. Punktum.

        Das Ehepaar Hildebrand behauptete, das Geld gehöre der Frau Hildebrand und sie habe damit spekuliert, also ist es ihr Einkommen.

        Was Sie behaupten ist schlichte, dümmliche Besserwisserei.

        • Eggmec sagt:

          Unglaublich wie Sie sich aus dem Fenster lehnen. Die sind geheiratet also gehört das Geld beiden und dann ist nur klar, das man das Geschäft über das Konto des nicht US-Bürgers abschliesst. Hat mit Steuerhinterziehung rein gar nichts zu tun, sondern eher mit Intelligenz, die Ihnen abhanden gekommen zu sein scheint.

        • Anton Keller sagt:

          Nach amerikanischer Rechtsprechung muss man nur eine Vollmacht auf ein Konto haben, um deswegen steuerpflichtig zu werden. Hildebrands werden eine schöne Steuer-Nachrechnung bekommen, wenn sie das Konto nicht versteuert haben.

    • Gero Rubli sagt:

      Lauter Unterstellungen von Leuten, die weder sich mit US-Steuerrecht auskennen, noch wissen, ob Herr Hildebrand nicht sowieso selber in den USA steuerpflichtig ist, noch was Frau Hildebrand wie deklariert, noch ob sie einen Gewinn, der mit Geld ihres Mannes erzielt wird, versteuern müsste, etc. etc. Schuster, bleib bei deinem Leisten!

    • Ernst Pauli sagt:

      Von den USA erpresst – der CH-SNB Präsident. Warum? Weil die SVP das Bankgeheimnis geschleift hat und Daten von CH/US Doppelbürgern veröffentlicht hat! Jetzt ist der Gewinn bei der CH-Berghilfe und trotzdem gibt es Leute die immer noch alles verdrehen.

      • Franz Brunner sagt:

        schade dass unser parlament nicht ausschliesslich mit personen ihres schlags besetzt ist—dann sähe die ch (und teilweise sogar die welt) ganz anders aus, vielleicht ähnlich “animal farm”

      • @ Ernst Pauli

        Können Sie ordentliches Deutsch? Ich schrieb nicht “erpresst” sondern “erpressbar”. Herr Hildebrand hat sich zum Komplizen bei einem versuchten Steuerbetrug einer US Bürgerin, nämlich seiner Ehefrau gemacht.

      • @ Ernst Pauli

        A propos: Es ist immer noch Frau Hildebrands Einkommen und somit in ihrer US-amerikanischen Steuererklärung zu deklareiren. Wenn sie es der schweizerischen Berghilfe spendet, ist das ihre Privatsache. Das interessiert die US Steuerbehörde nicht.

    • Walter Reinhart sagt:

      Ich lebe im Ausland, mein Bruder in der Schweiz. Wenn mir mein Bruder Geld gibt, damit ich es auf meinen Namen im Ausland spekuliere und steuerfreien Gewinn für ihn erziele, der auf meinem ausländischen Konto sich ansammelt, ist das in Ordnung, wenn dieser Gewinn von meinen Bruder verbraucht wird, also für ihn Einkommen bedeutet, das er nicht versteuert? Das ist doch Steuerhinterziehung! So verhält es sich auch mit Frau Hildebrand.
      Alle, die das Verhalten von Frau Hildebrand jetzt normal finden, sind falschen Moralisten, wenn sie bei anderen Steuerhinterziehung verurteilen.

      • Gero Rubli sagt:

        Frau Hildebrand hat ihrem Mann kein Geld gegeben, sondern sie hat seines angelegt.
        Wenn Sie mit Vollmacht Ihres Bruders auf dessen Konto eine Anlage tätigen, würden Sie dann den Gewinn, den Ihr Bruder daraus hat, als Ihr Einkommen deklarieren und versteuern? Nicht ernsthaft hoffentlich…

      • @Walter Reinhart

        Private Kapitalgewinne sind in der Schweiz steuerfrei. Die Frage wäre in Bezug auf das Steuerrecht, ob Ihr Bruder gewerbsmässig spekuliert. Sonst hätte er den ausländischen Umweg überhaupt nicht nötig.

    • Era Dam sagt:

      Es geht gar nicht darum, ob und wer mit irgendwelchen Devisentransaktionen verdient hat – es geht einzig darum, dass der Nationalbankpräsident und sein Haushalt nicht mit CHF, d.h. der Währung spekuliert, mit der er Kraft seines Amtes gegen eine bescheidene Entschädigung von Fr. 1’000’000.– pro Jahr herumspielt. Das hat selbst der Nationalbank-Rat eingesehen und deshalb Hildebrand wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen. Hätte Frau Hildebrand bloss mit USD und EUR spekuliert, hätte ihr niemand ein Strick daraus drehen können… beide sind Profitrader, sie hätten dies wissen müssen.

      • Ernst Pauli sagt:

        Der Bankrat hat das Reglement erstellt – sogar mit Mithilfe von prominenten SVP-Politikern wie der Zürcher Finanzdirektor Stocker – und da steht nichts drin, was Hildebrands falsch gemacht hätten. Der Zusatz für den “Mangel” wurde übrigens von Hildebrand angeregt und nicht vom Bankrat. Es wäre schön, wenn man etwas bei der Wahrheit bleiben könnte.

        • Era Dam sagt:

          Ernst Pauli – “Wasser predigen und Wein trinken” war schon ein Privileg der “Elite” zu Jesus’ Zeiten. Sie sind einfach ein Anti-SVP-Taliban, sonst hätten Sie den Politblogbeitrag “Wie Hildebrand log, ohne zu lügen” verstanden. Wie schon Bassam Tibi sagte, Fundamentalisten sind Leute, die sich für etwas ins Feuer reden, von dem sie keinen blassen Schimmer haben.

          • Era Dam sagt:

            ¨sogar mit Mithilfe von prominenten SVP-Politikern wie der Zürcher Finanzdirektor Stocker” was ist das denn für eine Begründung, EP, was versteht ein staatlich verbeamteter Melker von Währungspolitik? Wohl etwa soviel wie Philipp Hildebrand von der korrekten Fütterung laktierender Hochleistungskühe. Hier geht es nicht um SVP, SP, FDP, CVP, Grüne oder sonst eines dieser Sammelgefässe für Leute, die ihr Ego pflegen wollen. PH kriegte Fr. 1’000’000.– jährlich dafür, dass er Währungspolitik im Interesse der CH macht – und nicht dafür, dass er diese Infos ausnutzt, um privat Reibach zu machen.

        • PlainCitizen sagt:

          Artikel 3 und 4 zusammen wurden verletzt.

  2. Claudia M. Fischer sagt:

    Hallo, Gaius Julius Caesar, war NIE römischer Kaiser, sondern Imperator. Der erste römische Kaiser ist und bleibt Octavian genannt Kaiser Augustus. Und dann sollte man hier unbedingt noch die einzig bemerkenswerte rechtliche Beurteilung von Prof. Jositsch in dieser Sache im Sonntag nicht unerwähnt lassen – dort ist alles wichtige gesagt.

    • Thomas sagt:

      Nun ja, das Wort Caesar, bzw. der Name Caesar begründete den Begriff Kaiser und wurde übrigens auch genau so ausgesprochen. Also Kaesar/Kaiser und nicht Zähsar wie es heute gebräuchlich ist. Daher lässt sich jetzt darüber streiten ob er ein Kaiser war, wenn der Titel erst nach seinem Namen geschaffen wurde. Technisch wohl nicht. Octavian hat übrigens die Bezeichnung Imperator in seinen Namen aufgenommen und daher «Imperator Caesar Divi filius Augustus» geheissen. In diesem Wirrwarr finde ich einige kleinere Verwechslungen absolut okay.

      • Karlmax Schmid sagt:

        Richtig und dem Jositsch sein Wort zum Sonntag wird wohl auch noch etwas Platz für einige kleine Verwechslungen lassen,auch okay.

  3. Werner Meier sagt:

    “…denn sie hat die ganze Welt der Politik in eine sehr schwierige Lage gebracht.”

    Nein, nicht Frau Hildebrand, sondern die selbsternannten Moralisten, Boulevard-geilen Medien und politische Strippenzieher – eine obskure und diesmal explosive Mischung. Zu den Fakten: Weder Hildebrand noch seine Frau haben gegen Gesetz oder Reglemente verstossen. Die Frage nach der Rechtschaffenheit erübrigt sich also hier. Moral? Bitte genauer definieren. Und mit denselben Massstäben das eigene Tun bemessen. Mancher der Akteure müsste den Hut nehmen.

    • Hirter sagt:

      Sie bringen die Facts auf den Punkt. Herzliche Gratulation.

    • Franz Brunner sagt:

      moral? alles was mir passt ist moral—wenn andere dasselbe tun und es mir nicht passt, dann ist es unmoralisch—so à la fussball/eishockey fans—meine mannschaft macht nie was falsch, es sind die andern oder der schiedsrichter

    • Daniel Jaggi sagt:

      Ach, Herr Meier! Hören Sie doch endlich auf, Herrn Hildebrand als Heiligen und Unfehlbaren Charakter zu loben! Wenn er unschuldig wäre, würde er niemals zurückgetreten sein. Das dumme Geschreibe von “die andern haben noch vielmehr Dreck am Stecken” ist wirklich oberpeinlich!

      • Hanna sagt:

        Herr Jaggi: Herr Hildebrand wurde zum Rücktritt gezwungen!!!!! Dies auf Grund von gestohlenen Bankdaten, die – inzwischen bewiesen – gefälscht wurden. Dies wurde sogar von Leuten gemacht, die das Bankgeheimnis als heilige Kuh behandeln. Genau diejenigen, die Herrn Hildebrand auf solch perfide Art aus dem Amt mobbten, müssten an sich die gleichen moralischen Ansprüche stellen, wie sie es von anderen fordern. Bei einer 0% Toleranz müssten diese Leute ebenfalls per sofort zurücktreten. Wer ohne Sünde ist, darf Steine werfen; Sind Sie ohne Sünde???????

      • Marc Christen sagt:

        Oberpeinlich ist es, grelle Schwarzweissbilder zu malen, wo keine sind.

      • Ernst Pauli sagt:

        Herr Rechtsanwalt und SVP-Mitglied LEI ist auch zurückgetreten….worden

    • Dan sagt:

      Meier, Hirter, Pauli, Grossmann; Und weil es Menschen gibt – so wie Sie – die jede Sauerei aus politischen Gründen decken würden, brauchen wir ein Whistleblowergesetz.

    • Michael Steiner sagt:

      Ihr kriegt das Brett vor eurem Kopf wohl nie mehr weg…stehen doch tatsächlich noch immer hinter Hildebrand..
      unglaublich naiv

      • Era Dam sagt:

        ja, Hauptsache Anti-SVP! Spannend, wie die CB-Gegner dem alten Büffel in seiner Sturheit und Scheuklappenmentalität nacheifern.

    • Hans P. Grimm sagt:

      Die aktiven Verteidiger unserer Abzocker, Toll!

  4. Ralf Schrader sagt:

    Plato hat 400 Jahre vor Plutarch (dem Älteren) plausibel gemacht, dass ein Politiker vollständig unabhängig sein sollte:Keine Frau, keine Kinder, keine Freunde auf Augenhöhe. Aber auch kein Parlament. Nur der Staatsmann und seine von ihm vollumfänglich, ohne Interessenkonflikte wahrgenommene Aufgabe.

  5. George Nail sagt:

    Dieser Beitrag geht an der Sache vorbei. Es geht nicht um das Verhalten von Frau Hildebrand, sondern ihres Gatten. Fest steht, dass dieser seiner Frau sein eigenes Konto für ein Spekulationsgeschäft zur Verfügung stellte, welches sie offenbar am US-Fiskus vorbei schleusen wollte. Aus US-Sicht hat er sich damit dem Verdacht der Beihilfe zur Steuerhinterziehung ausgesetzt. Ähnliche Machenschaften seitens der Banken haben bekanntlich die Schweiz in Schwierigkeiten gebracht und zur Verwässerung des Bankgehemeimnisses geführt.

    • Ruedi Meyer sagt:

      Ich frage mich noch immer, wie man bei einer Haltefrist von 6 Monaten mit Devisen spekulieren soll. Vielleicht kann mir einer helfen.

      • PlainCitizen sagt:

        Wenn man das Geld weniger als 6 Monate hält. Und dazu kurz vor Entscheiden der SNB grosse Devisentransaktionen macht. So geschehen bei denHildebrands.

    • Werner Meier sagt:

      Frau Hildebrand hat nicht spekuliert, wenigstens lassen die derzeit verfügbaren Fakten nicht diesen zwingenden Schluss zu. Wer spekulieren will, tut dies mit grösseren Summen, grösserem Gewinn, auf Nummernkonti oder über Stiftungen, im Ausland etc. Wer immer noch unterstellt, Frau Hildebrand hätte spekuliert, sollte vielleicht sich mal in der Materie besser schlau machen. Gilt auch für die Journalisten.

      • Mark Mathis sagt:

        Der Journalist weiss genau, dass Frau Hildebrand nicht spekuliert hat. Infamerweise spricht er deswegen von “Verdacht auf Spekulation”. Das ist spitzfindig und ziemlich hinterhältig.

      • George Nail sagt:

        Frau Hildenbrand hat die fraglichen Dollars nach eigenen Angaben deshalb gekauft, weil sie den Dollar im Verhältnis zum CHF für “lächerlich” tief hielt. Also hoffte Sie auf einen Währungsgewinn, denn sie denn auch realisierte. Eine solche Transaktion wird gemeinhin als “Spekulation” bezeichnet. Daran wäre an sich nichts Verwerfliches, hätte sie die fraglichen Transaktion nicht über das Konto Ihres Mannes abgewickelt und ordnugsgemäss deklariert – was sie offenbar nicht getan hat.

    • Charly Wyss sagt:

      Es nähme mich mal wunder, wie Sie auf die Formulierung kommen, “Fest steht,”. Nein, es steht überhaupt nicht fest. ob Herr Hildebrand seiner Frau sein Konto für spekulative Währungskäufe zur Verfügung gestellt hat. Sie stellen Ihre Vermutung als Tatsache dar. Das Verhalten von Herrn Hildebrand ein Tag nach der Transaktion, veranlasst durch seine Frau, lässt eher die Vermutung zu, dass er nicht mit einem derartigen Geschäft gerechnet hat. Aber es ist klar, je nach Zugehörigkeit zu einem politischen Lager ist diese einfache Logik nicht gern gehört.

      • George Nail sagt:

        Bin parteilos, nun aber zur Sache: Fakt ist, dass Herr Hildebrand gegenüber seinem Kundenberater selbst erklärt hatte, seine Frau dürfe grundsätzlich Devisentransaktionen auf seinem Konto tätigen. Zudem hat er die angeblich unautorisierte Transaktion am nächsten Tag nicht stornieren lassen und damit zumindest stillschweigend genehmigt. Im übrigen wäre Herr Hildenbrand eine Fehlbesetzung für das Amt des SNB-Chefs gewesen, wäre er wirklich so naiv gewesen wie Sie offenbar glauben.

        • PlainCitizen sagt:

          Danke. War er einfach naiv, dann war er der falsche Präsident. Wusste er davon und billigte das Vorgehen, war er auch der falsche Präsident.

  6. Sylvia Liatowitsch sagt:

    So soll denn Fulvio.Pellifdplib.ch sich negativ äussern zu Mme K.H., aber all die UBS, Swissair und andere “wichtigen Schweizer” dürfen weiterhin ihrer Millionen fröhnen, woher auch immer diese kommen? Ihr Optiker wird mit ihnen seine liebe Mühe bekunden.

    • Gianni Dal Pont sagt:

      Sylvia Liatowitsch das eine hat nicht mit dem anderen zu tun ! Die USA haben Gesetze an die sich İhre Bürger halten müssen , wenn es İhnen nicht passt können Sie İhren Pass abgeben , wie es bereits viele US / Schweizer Doppelbürger getan haben . Wie wurden die Schweizer Banken vor kurzem von den Leser “verteufelt ” weil sie İhren Kunden geholfen haben die Steuererklaehrung “optimal ” auszufüllen….dies gilt nun bei den Hildebrands nicht mehr ? Hr. Brechbühl hat bereits darauf hingewiesen , Hildebrand waere erpressbar geworden . Was mich viel mehr inter. ist , wo im Bundeshaus war das Leck ?

      • Ernst Pauli sagt:

        Dal Pont. Aha und wie ist es mit den “SVP-Gesetzesbrechern” – sollen diese auch den Pass abgeben? Warum sollen sich die Doppelbürger ans Gesetz halten und die andern nicht? Einfach weil sie nicht in der Volchspartei sind? Was ist mit den reichen Bauern, die Subventionen vom CH-Staat ertrogen haben – auch raus aus der Schweiz? Und das Leck müssen Sie nicht im Bundeshaus suchen.

        • Gianni Dal Pont sagt:

          Ernst Pauli habe ich irgendwo erwaehnt , dass Schweizer sich nicht an die Gesetze halten sollen ? Doch das Leck ist im Bundeshaus zu suchen , haben Sie vergessen , dass die beiden Sonntagszeitungen als erste die Nachricht in Umlauf setzten , die WW um einiges spaeter mit den zusammengsetzten Bank Dokumenten an die Öffentlichkeit ging ? Michelin Calmy Rey in den höchsten Tönen von Blocher für İhre Verschwiegenheit gelobt wurde ? Wer hat als erste den Namen Blocher an die Medien zugespielt ? Eigenartigerweise war die Nachfolgerin von MCR 2007 Vicepraesidentin des Bankrates der Nationalbank….

      • Gute Frage sagt:

        Gianni Dal Ponte, gibt es den eine gesetzliche Grundlage in den USA die vorschreibt dass man seine Steuererklärung ausfüllen und Einkommenssteuern bezahlen muss? Wenn nicht, dann ist die Sache mit dem “erpressbar” dann wohl auch vom Tisch.

        • Gianni Dal Pont sagt:

          @ Gute Frage ja die gibt es , der Tagi online hat vor ein paar Monaten einen Bericht über Schweizer / US Doppelbürger gebracht , die genau wegen diesem Dilemma İhren US Pass abgeben b.z.w abgegeben haben , geben Sie im Tagi online unter “suchen” : viele Schweizer US Doppelbürger geben İhren US Pass ab .

          • Ernst Pauli sagt:

            Dal Pont – Können sie beweisen, dass die Hildebrands keine korrekte Steuererklärung in den USA für die letzten Jahre abgegeben haben. Oder ist das wiederum eine Vermutung, deren Gegenteil von Hildebrand bewiesen werden muss, so richtig a la Weltwoche/SVP-Komplott

          • Gianni Dal Pont sagt:

            Ernst Pauli Kashya Hildebrand selber hat dies in der Sonntagszeitung letzte Woche bekannt gegeben , Googeln Sie darauf .

        • @Gute Frage

          Tatsächlich sind die USA das einzige Land weltweit, das von im Ausland lebenden Staatsbürgern Steuern einfordert.

  7. Herr Alonso, haben Sie sich schon einmal gefragt, weshalb Frau Hildebrand kein eigenes Konto hatte? Und weshalb sie ihr Konto nicht den US-Steuerbehörden gemeldet hat? Dies wäre nämlich für US-Bürger Pflicht. Frau Hildebrand is US-Bürgerin, Doppelbürgerin um genau zu sein. Sie hat sogar dann die Pflicht die US-Steuerbehörden zu informieren, wenn sie die Vollmacht über das Konto eines anderen z.B. ihres Ehemanns hat. Zudem sind die Worte von Frau Hildebrand entlarvend. Der US-Dollar war so billig, da musste ich als ehemalige Devisenhändlerin einfach kaufen… jaja. Hören Sie doch auf!

    • Ernst Pauli sagt:

      Was gehen Ihnen die US Steuern an? Ist es nicht Privatangelegenheit, was Frau Hildebrand in den USA angibt und was nicht? Zudem ist die Frist zur Abgtabe der US-Steuererklärung noch nicht abgelaufen.

      • Gianni Dal Pont sagt:

        Ernst Pauli Frist für Steuererklaerungen der letzten Jahren nicht abgelaufen ? Sie denken hoffentlich nicht , dass Fam. Hildebrand u.a. bei der Bank Sarasin erst 2010 ein Konto eröffnete……..so gutglaeubig kann man wirkich nicht sein . Vergessen das Sie Hedgfond Spezialistin ist ? Aber alle Schweizer Banken verteufeln , zu Recht , wenn Sie US Bürger helfen die Steuer zu hinterziehen ….aber bei Frau Hildebrand stört es sie wieder nicht ?

        • Mark Mathis sagt:

          Das ist mir jetzt neu, dass Schweizer Banken den US-Bürgern nicht gerne dabei helfen, Steuern zu hinterziehen. Warum haben wir denn dauernd die Probleme mit UBS, CS et alteri? Offizielle Verlautbarungen kann man getrost vergessen, die sind die Tastatur nicht wert, mit der sie geschrieben wurden.

      • Era Dam sagt:

        Ermst Pauli, Sie sind einfach eine quietschende Nervensäge und Wendehals: 1. auf Deutsch heisst es: “Was geht Sie die US-Steuern an?” 2. Wären Sie wohl der erste, der gegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung gegenüber den USA wäre, vorausgesetzt, der Steuerhinterziehungsgehilfe hätte einen SVP-Hintergrund.

    • maja sagt:

      Das geht doch die USA nichts an auf welchem Konto eine Doppelbürgerin eine Vollmacht hat. Schon gar nicht wenn der Kontoinhaber ein Schweizer ist.

  8. Urs Engler sagt:

    Ich vermute, dass Herr Alonso als seriöser Journalist seine Analyse gestützt auch auf persönliche Bekanntschaft mir Frau Hildebrand verfasst hat und nicht zu jenen gehört, die sich für ihre neuen Erkenntnisse allein auf die Flut von Medienberichten abstützen. Oder irre ich mich?

  9. urs sagt:

    anders gesagt, die Datenbank über kiffende Söhne, steuerhinterziehende Grossväter, mit trinkwasserautowaschende Brüder, mitternachtbadendeeigentumswohnungsbesitzende Freunde, moslemkennende Neffen wurde von den Medien zum entscheidenden Zahlungssystem für Propaganda und politische Arbeit erhoben. Und es wird beliebig ausgepackt werden.

    • Roman Herzog sagt:

      @Urs: Sehr treffend gesagt!

    • Markus Weilenmann sagt:

      Genau, man kann einfach nur den Kopf schütteln über eine so scheinheilige quasi-moralische Fragestellung. Im Alten Testament heisst es sinngemäss, wer sich unschuldig fühle, werfe den ersten Stein. Irgenwie merkt man – auch wenn ich kein evangelikaler Christ bin – dass den Leuten das christliche Fundament (Demut, Schuldfähigkeit, Wille zur Vergebung) langsam abhanden kommt. Stattdessen versteigen sich viele Medien in irgendwelche Details (war es Sex oder nur Geschlechtsverkehr? Inhalierte er oder paffte er bloss?), die sie uns unter dem Mantel der “Neuen Moral” verkaufen wollen.

  10. claudius.pulcher sagt:

    Nachdem Frau Hildebrand ja erklärt hat, das sei rein ihre Transaktion gewesen, möchte mich interessieren, ob sie schon immer bebasichtigt hat, ihren Spekulationsgewinn in ihrer amerikanischen Steuerklärung zu versteuern, und ob sie es jetzt macht
    claudius

    • Ernst Pauli sagt:

      Hallo – was geht Sie das an??? Wissen Sie ob Ihr Guru in Herrliberg alles versteuert, dort ginge es um Steuern für unser Land und unser Volch

      • Herb Schweizer sagt:

        Naturlich interessiert uns das Treiben unseres Gurus von Herrliberg. Wir wundern uns aber auch, dass in der Schweiz derartige Steuer-Schlupflöcher für Schwarzgeld wie Immobilienhandel, Kunstgallerien und Schmuckhandel bestehen (“Beobachter” 1/2012 vom 6.1.).
        Galerie-Jahresumsätze im Millionenbereich und Fereinhausverkauf um 3 Millionen scheinen in Zürich zum Alltags-Schnäppchegeschaft zu gehören. Alles Zufall oder was ? Hat auch nichts damit zu tun, ob der Mann bei der Müllabfuhr oder als NB-Präsident molochert.

        • Ernst Pauli sagt:

          Ja da haben Sie recht. Wir wissen ja alle welche wertvollen Gemälde Herr Dr. Blocher besitzt, oder besser gesagt, wir wissen es nicht genau. Einige davon werden ausgestellt.

        • Ernst Pauli sagt:

          BLICK: Der alt Bundesrat lebt mit seiner Sammlung, das sieht jeder. Aber denkt er auch manchmal über die ungeheuren Geldwerte nach, die er mit ihr besitzt? «Wissen Sie», sagt er, «wenn ich so ein Bild kaufe, dann vergesse ich den Preis. Es ist für mich keine Kapitalanlage. Ich kaufe Kunst ihrer Schönheit wegen und der Freude, die sie mir bringt.»

          • Ralph Schehle sagt:

            Der Ernst Pauli sieht rot, wenn er SVP oder Blocher hört! Man kann irgendeinen Beitrag zur Diskussion ins Netz stellen, Pauli bashed bestimmt Blocher und die SVP. Uebrigens, die Bilder von CH. Blocher sind alle bezahlt und zwar in versteuerten SRF. Noch Fragen?

          • Charly Wyss sagt:

            Sorry, Herr Schehle, dass ich Sie hier vom Glauben abfallen lassen muss. Aber die Herren der BZ-Bank Ebner, Blocher und Co. waren darauf spezialisiert, ihre Gewinne Jahr für Jahr so darzustellen, dass der Fiskus leer ausging. Noch Fragen?

          • Era Dam sagt:

            richtig, Charly Wyss – aber Ernst Pauli hat eigentlich keine Argumente – er wiederholt sich bloss. Ein Wunder dass so ein Simpel nicht schon lange geblockt worden ist, der keinen Unterschied zwischen einem privaten Zocker wie CB und einem fürstlich bezahlten und parastaatlichen Beamten wie dem Nationalbankpräsidenten machen kann. EP müllt einfach den ganzen Blog mit dem immergleichen Sermon zu – Copy und Paste.

          • Mark Mathis sagt:

            LiebeR Era Dam, wie wäre es, wenn Sie etwas zu Blochers Bildersammlung schreiben, oder zu Frau Hildebrands und Herrn Blochers Steuerehrlichkeit – das ist Sache in diesem Post – anstatt hier einfach nur andere Leute zu diffamieren.

      • Ueli Hoch sagt:

        @Herr Pauli: Ob Frau Hildebrand ihr Geld in den USA korrekt versteuert oder nicht, ist sehr wohl relevant, denn in seiner Funktion als SNB-Präsident war Herr Hildebrand auch regelmässig direkt mit dem Finanzminister der USA in Kontakt. Als US-Finanzminister käme ich mir da etwas verar…. vor, wenn auskäme, dass die Frau meines Verhandlungspartners, mich bescheisst und ihr Mann ihr dafür gar sein Konto zur Verfügung stellt.

  11. Alain sagt:

    Man kann ja nicht das ganze vernuenftgemaesse Verhalten der Menschen per Gesetz regeln. (Das wuerde so umfangreich, dass niemand mehr den Ueberblick haette). Als Basis reicht die “praktische Vernunft” (kategorischer Imperativ) des Philosophen und Aufklaerers Kant.

  12. Muster sagt:

    Apropos Richter: In Zürich dürfte es nicht um die Söhne gehen. Man müsste bei Richtern und Staatsanwälten den Haartest flächendeckend durchführen. Da muss man nicht die Nachkommen prüfen. Etwelche müssten dann ihren Job aufgeben.

  13. Ernst Pauli sagt:

    Die Politiker und ihre Angehörigen müssen über jeden Zweifel erhaben sein. Aha – und wie ist es mit Dr. Christoph Blocher selbst und seiner Entourage? Ist ein Politiker, der von sich selbst behauptet, er sein Schlitzohr, der nachweislich mehrfach gelogen hat, der das Volk entzweit und bei Abstimmungen “bschiisst” immer noch über jeden Zweifel erhaben?

    • Eva Hummel sagt:

      Mir scheint sie haben ein Blocher-Trauma.

      • AJ sagt:

        nein, nein … eine sehr berechtigte und erlaubte Frage! Darf sich Herr Blocher ständig an der Grenzlinie zwischen Wahrheit und Lüge bewegen und dabei das Verhalten anderer thematisieren?

        • @AJ
          Herr Altbundesrat Blocher ist als Parteimitglied und Volksvertreter parteiisch und interessengebunden. So gesehen ist Ihre Frage an der Sache vorbei. Wäre er noch Bundesrat, dann müssten andere Masstäbe gesetzt werden.

    • Era Dam sagt:

      “Gebt mir einen festen Punkt und ich werde die Erde aus den Angeln heben” – Hildebrand hat genau in dieser Weise Blochers Wunsch erfült… Hätten er und/oder seine Frau mit allen anderen Währungen spekuliert ausser dem CHF – mit welchem Hildebrand von Berufs wegen herumspielte – hätte Blocher keine Kampagne gegen ihn führen können.

      • Ernst Pauli sagt:

        Ach so – die Hildebrands hätten somit ihr Ferienhaus in USD verkaufen sollen und die SNB das Gehalt für ihren Präsidenten in EURO. Da hätten Sie mal schauen können, welche Kritik überall erhoben worden wäre.

  14. Damian sagt:

    Unzählige Sitzungen in der Freizeit, schnöde und moralinsaure Beurteilungen von Journalisten, grosse persönliche Exponierung (inkl. Familie), nur Nachteile im Job, finanzielle Einbussen und kaum Wertschätzung… Ob man in einigen Jahren noch intelligente, integere Jungpolitiker findet, die altruistisch genug sind, sich den Zirkus anzutun?

  15. Fischer sagt sagt:

    Der Begriff “wulffen” hat sich schon unlängst zum beliebten Wortbegriff erkoren, denn jeder hat am ganzen Debakel keinen Einfluss aufgezeigt und ist sich doch keinerlei Schuldigkeit bewusst. Wo ist hier die Gerechtigkeit und die charaktrerische Vorbildfunktion, wenn schon alle wulffen ist auch die Gesellschaft dank der Politik auch nicht bereit sich entspreechend zu ändern. Schön weiter machen es ist ja sowieso niemend in der Verantwortung!

  16. Der Autor: “Will man verlangen, dass Sie unverheiratet sind, um uangenehme Überraschungen zu vermeiden.” Herr Alonso, die Möglichkeit von getrennten Bankkonti wie eine saubere Gütertrennung – diese Idee ist Ihnen wohl nicht zugänglich.

  17. Elisabeth Hasler sagt:

    Wir sollten aufhören mit dieser Heuchelei & Kopfjägerei. Auch Spitzenbeamte sind Menschen mit einem Privatleben, einem Beziehungsumfeld, auf das in aufgeklärten Zeiten nur sehr bedingt Einfluss zu nehmen ist. Frauen wie Kaysha Hildebrand verstehen sich heute als eigenverantwortliche Wesen. Das kann u.U. Konfliktpotential bergen, muss aber in Kauf genommen werden, schliesslich will niemand zurück zur Sippenhaft. Rechtschaffen sollte man auf so einem Posten schon sein. Das bezweifle ich aber gerade bei Herr Hildebrand nicht. Moralin wird immer da eingesetzt, wo Legales nicht legal sein sollte.

    • Mark Mathis sagt:

      Man kanns drehen und wenden wie man will. Hier wurde die Legalität schon sehr stark strapaziert. Warum soll Frau Hildebrand auf dem Konto ihres Mannes eigenverantwortlich und vielleicht gar steueroptimierend Devisentransaktionen tätigen dürfen, ohne dass ihr Mann dafür gerade stehen muss? Die beiden sind verheiratet und deswegen in Sippenhaftung verbunden. Ich halte Hildebrand für ehrenhaft und einen guten Notenbanker, aber das ganze moralische Fehlverhalten auf die Frau abzuschieben ist ebenso verkehrt, wie es mit der Privatsphäre oder einem autonomen Beziehungsumfeld entschuldigen zu wollen.

      • Ueli Hoch sagt:

        Einverstanden Frau Hasler, wir leben nicht mehr im vorletzten Jahrhundert. Zur Eigenständigkeit gehört aber auch ein eigenes Konto. Warum in aller Welt hatte Frau Hildebrand denn kein eigenes Konto um ihren Devisengeschäften nachzugehen?

  18. Sascha Maag sagt:

    Eben jene Forderung hat Plato in seinem späteren Werk widerrufen.

  19. Max sagt:

    Ich bin zwar überhaupt nicht religiös, aber in der Bibel stehen ewige Wahrheiten: Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Wie froh sind wir in der Schweiz, dass wir immer noch den sündenfreien Pfarrerssohn Blocher haben, und dass uns der vom reuigen Sünder Hildebrand befreit hat. Gut, in der Bibel stehen noch andere Wahrheiten, nämlich, dass Gott ein reuiger Sünder lieber ist als ein selbstgerechter Pharisäer.

    • Roberto sagt:

      Hildebrand:”Meine Frau ist eine starke Persönlichkeit” Seine Frau Kaysha: “Blocher hat Geld und wir haben Gott” . Wahrlich eine aufschlussreiche Aussage: Mit solchen primitiven, aber wirksamen Sprüchen wie “Gott mit uns” oder “Im Namen des Herrn” wurden ganze Kriege gerechtfertigt.

      • Eva Hummel sagt:

        Der Witz an diese Aussage ist aber, dass die Hildebrands alles andere als arm sind. Bitte liebe Blocher Kritiker bedenkt, dass Herr Blocher mit seinem Geld Arbeitsplätze schafft, während eine Familie Hildebrand Geld nur mit dem herumschieben von Geld macht.

        • Frank Z. Marg sagt:

          LIebe Frau Hummel: Herr Blocher hat leider mindestens soviele Arbeitsplätze vernichtet wie er erhalten und manchmal auch geschaffen hat… Das tut zwar weh, aber das sind nun mal die facts… Stichwort Lonza, Stichwort Alusuisse, Stichwort Ems-Chemie Graubünden (krasser Abbau von Stellen in all den Jahren dort), Stichwort Schweiz. Bankgesellschaft selig…

        • Max sagt:

          Würden Sie mir bitte Ihren Witz erklären? Woher der Vorwurf, dass Hildebrands alles andere als arm sind? Würden Sie mir bitte auch erklären, welche Arbeitsplätze Blocher bei der Alusuisse geschaffen hat – zusammen mit seinem Mitspekulanten Ebner? Es steht zwar nicht in der Bibel, aber wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen – bzw. andere für sich Steine werfen lassen.

      • Mark Mathis sagt:

        Frau Hildebrand hätte besser in der ganzen Affäre geschwiegen. Sie verhält sich nicht erst seit ihrer impulsiven Devisentransaktion töricht. Die Tatsache, dass sie von niemandem gebremst wird, sagt doch einiges aus über die Verhältnisse im Hause Hildebrand.

    • Mark Mathis sagt:

      Wenn er den Löfffel abgibt, nützen Blocher die ganzen Intrigen und das viele Geld nichts mehr. Aber ich fürchte, bis es soweit ist, ist ihm das herzlich egal.

  20. sandro gasser sagt:

    wo endet die suche nach der rechtschaffenheit der politiker? falsche frage: die politiker müssen rechtschaffen sein. grundsätzlich. sie bezeugen mit dem eid schaden vom land abzuwenden und das beste zu geben. (natürlich würde man zuweilen wünschen, sie würden nicht immer das beste, was sie in ihrer ideologisch denkweisen als richtig erachten geben zu müssen) wenn aber staatsbeamte und hochrangige politiker fehler machen so sollten sie zurücktreten ohne druck von aussen. politisch ist das parlament gefordert diese mehr zu hinterfragen. auch und speziell ! die der eigenen partei angehören!

  21. Elisabeth Hasler sagt:

    Die Hildebrand-Seldwylerei ist ein Eigentor für die CH, angezettelt von ziemlichen Kleingeistern, die irgendwie noch nicht in der heutigen Welt angekommen zu sein scheinen. Ehepartner sind heutzutage eigenverantwortlich. Im Falle der Hildebrands wird es wohl so sein, dass man sich des öftern berufsbedingt auf verschiedenen Kontinenten aufhält, weit auseinander ist. Falsch, daraus gestrige Schlüsse zu ziehen. Wir müssen uns daran gewöhnen, dass Spitzenleute einen globalen Horizont haben. Gerade dies machte Hildebrand für die CH so wertvoll. Ihn wegen dieses Fehlers gehen zu lassen, war dumm.

  22. Cornelis Bockemühl sagt:

    Das sind eigentlich zwei Fragen:

    1. Herr Hildebrand ist mit seiner Frau sowieso nicht verwandt! Es geht um Geschäftsgeheimnisse und Vertraulichkeit. Da eine Ehe ein sehr vertrautes Verhältnis ist nimmt niemand an dass Ehepartner solche nicht gelegentlich teilen – und genau darauf hat sich ja PH auch berufen: KHs Nichtwissen ist unbeweisbar!

    2. Das Reglement ist offenbar in einem Geist des “Nichts-Regulieren-Wollens” (also ganz im Sinne von CB!) geschrieben – und so reguliert es eben auch nichts! Nur darum klaffen formale und moralische Korrektheit so weit auseinander!

  23. Elisabeth Hasler sagt:

    Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass aus der “Insidergeschichte” auf Teufel komm raus noch eine Steuergeschichte werden soll, weil sonst für Ankläger & Medien zuwenig Fleisch am Knochen ist. Es würde mich auch nicht im geringsten wundern, wenn die gleichen Leute hinter diesem Bestreben stünden, die sonst Zeter & Mordio schreien, wenn der US-Fiskus mit – in der Regel – berechtigten Forderungen an die CH herantritt. So blüht die Doppelmoral im Schweizerlande. Besser würde man sich zu mehr Ehrlichkeit in allen Belangen durchringen, was automatisch weniger Fingerzeige zur Folge hätte.

    • Peter Vogel sagt:

      Wissen eigentlich all diese Alleswisser, dass genauso wie Auslandschweizer keine Bankkonten mehr in der Schweiz haben dürfen auch amerikanische Staatsbürger keine Konten mehr hier haben können. Wahrscheinlich hat man der Privatperson Frau Hildebrand diese Konti schon länger geschlossen. Es ist einfach schön zu sehen, wie viel Halbwissen da ist. Es wäre an der Zeit, dies ruhen zu lassen. Der Schaden für die Schweiz ist so schon genug groß.

      • Mark Mathis sagt:

        Wenn ich nicht irre, ist Frau Hildebrand schweizerisch-amerikanische Doppelbürgerin. Ihr Statement finde ich als Laie dennoch sehr interessant. Wäre aber schön, wenn Sie Ihre Behauptungen faktisch unterlegen würden, anstatt zu polemisieren.

        • Anh Toan sagt:

          Peter Vogel hat da schon einen Punkt, wenn auch sehr ungenau. Wer einmal Amerikaner für den US Fiskus ist, bleibt Amerikaner. Und die Konten wurden den Amis in der Schweiz von vielen Banken gekündigt, weil die USA zu unberechenbar sind mit ihren Forderungen. Grundsätzlich ist der US Standpunkt, wenn ein US Bürger involviert ist, gilt US Recht, und alle Mittel sind erlaubt, dieses US Recht durchzusetzen. Wo Frau Hildebrand Wohnsitz hat, interessiert den US Fiskus nicht.

          PH hätte sein Vermögen fremdverwalten lassen sollen, es hätte genügt ihn dazu aufzufordern..

  24. redder sagt:

    Naja, alles gut und schön. Aber utopisch. Ich wär schon froh, wenn Cäsar selbst über jeden Verdacht erhaben wär. In der Causa Hildebrand kommts mir irgendwie so vor, als ob Schweine in der Schlammgrube sich gegenseitig mit Dreck bewerfen. Ein alt Bundesrat, der über seine Hauszeitung ans Bankkundengeheimnis pinkelt, ein SNB-Präsident, der nicht mal seine eigenen Finanzen sauber halten kann. Bevor wir also auf die Familie losgehen, sollten wir uns klar machen, dass alle, die solche Machtämter anstreben, nicht ohne dreckigen Hände in solche Positionen kommen. Cäsar war übrigens ein Schlächter…

  25. Peter Gysin sagt:

    Es ist höchste Zeit, dass moralische Werte wieder in den Vordergrund treten. Wer sich nicht korrekt benimmt, muss gehen.

  26. Reto Burgener sagt:

    Ja, ja, die öffentliche Moral scheint mir eine ziemlich verlogene zu sein. Wäre gesund, sich davon zu trennen.

  27. Brutus sagt:

    Herr Alonso, Sie stellen die richtigen Fragen. Für jemand, der nichts von der Sache versteht. Was hinkende Analogien betrifft: Wenn Cäsars Frau mit seinen Truppen in der Provinz rumgefuhrwerkt hätte, dann wäre Cäsar aber gar nicht amused gewesen.

  28. Hanspeter Bruhin sagt:

    @redder: Cäsar war ein Schlächter. Aha, er gehört nach Den Haag? Wir sind ja alle drümmlig.

  29. Pippi Langstrumpf sagt:

    Das war ein eingefädeltes Ablenkungsmanöver, es ist nicht entscheidend, wer den Auftrag gab, das Konto lautet auf P.H. Inzwischen wurde durch die Faxe auch klar, dass P.H. selber die Transaktionen anordnete. Integrität und Vertrauen sind die Pfeiler der Geldpolitik, die Transaktionen, die der Notenbankchef durchführen liess, haben diese Pfeiler ins Wanken gebracht und die Glaubwürdigkeit der Schweizerischen Notenbank beschädigt. H. wusste, dass solche Transaktionen nicht zulässig sind, wie jeder, der in einer solchen Institution arbeitet. Hier legalistisch zu argumentieren, ist billig!

    • Mark Mathis sagt:

      Sie sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr, Frau Langstrumpf. Wäre dieses Attentat auf Hildebrand aka Cäsar fehlgeschlagen, hätte das nächste vielleicht Erfolg gehabt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Hildebrand als Opfer? Lächerlich!

        • Mark Mathis sagt:

          Nein, nicht lächerlich, sondern logisch gedacht. Die Causa Hildebrand ist kein zufällig aufgedeckter “Misstand”. Politik ist nicht absurd, sondern funktioniert zielgerichtet. Es war bereits die zweite “Verschwörung” von gleicher Seite gegen unseren “Cäsar” aus Zürich-Enge. Der Mann wurde systematisch attackiert. Warum, lässt sich nicht genau sagen. Aber wem es nützt, schon.

  30. Angelo Rizzi sagt:

    Wenn man die ganze “Affäre” Hildebrand, inkl. sämtlicher Artikel und Kommentare, bildlich in ein Gefäss gibt, umrührt – was kommt unten raus: pures Spiessbürgertum! Wir verlieren uns in 1000 Details, die überhaupt keine Rolle spielen. Frau und Herr Hildebrand bewegen sich auf ganz anderem Parkett und spielen in einer anderen Liga, einer, die sich die meisten von uns gar nicht vorstellen können. Es wundert nicht, dass dieses Parkett, auf dem sich Hildebrands bewegen, vielen dieser verdrückten Spiessbürger nicht passt oder sie ganz einfach nur neidisch sind.

  31. Heinz Binggeli sagt:

    Wenn du mal Bängster warst oder bist hast du ein Gen intus nämlich das Bängstergen.
    Darum auch die Gier bei Hildebrands. So schmeißt Mann einen Traumjob weg!
    Auf der anderen Seite ein Alter gekränkter Mann der jetzt langsam sein Lebenswerk zerstört.
    Er hat und wird es nie verkraften dass er aus dem Bundesrat entfernt wurde.
    Reicher Herr Blocher und doch so Arm!

  32. Mark Mathis sagt:

    Die Geschichte erinnert sich nicht daran, warum Cäsar Pompeia verstiess. Die Geschichte erinnert sich daran, wie Cäsar von Verrätern ermordet wurde. Klar? Analog geht es in der Affäre Hildebrand darum, dass Kreise aus Politik und wohl auch Finanzwirtschaft den SNB-Chef abstechen liessen, weil ihnen sein Wirken nicht passte. Dass er so dumm war und sich quasi selbst den Dolch an die Brust gesetzt hat, mit dem er gerichtet wurde, ist nebensächlich. Ebenso zweitrangig ist, dass er den Dolch von seinem Eheweib erhielt.

  33. krumps sagt:

    “Wo endet die Suche nach der Rechtschaffenheit der Politiker ” – das ist ganz einfach, bei der Parteizugehörigkeit.

    • Mark Mathis sagt:

      Bemerkenswert ist doch, dass nicht an alle mit der Res publica verbundenen Menschen die gleichen Massstäbe angelegt werden. Gerade Politiker in der Legislative müssen nicht besonders rechtschaffen sein. Da wird von allerlei persönlichen Verirrungen bis zu halbkrummen Geschäften ziemlich viel toleriert. Immer wieder gelangen vorübergehend auch Personen in Exekutivämter, die nicht haltbar sind. Die höchsten Anforderungen gelten in unsem Staat offenbar für Richter – und nun auch für Notenbanker.

  34. Zora Masé sagt:

    Bonjour.
    Si mon mari gagnait un million de francs par année,
    comme il me semble c’était le cas de M. Hildebrand à la tête de la BNS,
    je m’en contenterais et n’irais pas spéculer pour en avoir encore plus.
    Que ceux qui sont aussi riches se contentent, au lieu d’en vouloir encore plus.
    Quand on pense qu’il y a des Suisses qui travaillent très très dur pour des salaires
    inférieurs de loin à 3’000 francs par mois,
    l’âpreté au gain de certains riches me choque, surtout en période de crise.
    Légal peut-être, moral certainement pas et chrétien pas beaucoup.
    Bonne journée.

  35. Georg Stamm sagt:

    Kashya Hildebrand mag wohl stark sein, wie ihr Mann sagte, aber sie hat diese Stärke nicht durch Ueberlegung gebändigt. Ihr Handeln, das ihr Mann wohl voraus kannte, war unüberlegt. Ph. Hildebrand musste das bitter büssen, vielleicht zu bitter. Wenn man ihm etwas vorwerfen kann, so ist das eine gewisse Naivität im Hinblick auf die familiären Finanzoperationen und seine heikle Stellung. Der Bankrat hat sich bezgl. Eigenhandel von SNB-Direktoriumsmitgliedern nicht mit Ruhm bekleckert.

  36. Gerhard Tubandt sagt:

    Cäsar war ein Diktator. Und es ist billiger Chauvinismus (pas dans le sens français du mot, M. Alonso), das Problem bei Hildebrands Frau zu suchen, wenn die Bankiers das Problem sind.

  37. AJ sagt:

    also doch: wir haben eine Sippenhaftung! Nun denn … es stellt sich die Frage, ob dies auch für die Gegnerschaft und dessen Kinder gelten muss?
    Denn – und dieser Teil stört mich ungemein – derzeit wird krampfhaft eine Rechtfertigung für den Rücktritt von Herrn Hildebrand gesucht und solche Ansätze verargumentiert. Völlig ausser Acht wird gelassen, dass sich dessen Gegnerschaft konstant an der Grenze von Anstand, Ethik und Lüge bewegt. Soll solchen Personen das Mitspracherecht abgesprochen werden? Das wäre dann wenigstens konsequent.

  38. Roland K. Moser sagt:

    Also ist es doch ein Fall Hildebrand? Und nicht ein Fall Blocher?

    • Georg Stamm sagt:

      Ganz klar ist es ein Fall Hildebrand, bis zu einem gewissen Grad auch ein Fall Raggenbass und Widmer-Schlumpf/Bundesrat (Aufsichts- und Wahlorgane). Gerne konstruiert die Presse daraus einen Fall Blocher. Den gäbe es erst, wenn bewiesen werden könnte, dass Reto T. von Sarasin klar wollte, dass seine Bankunterlagen nicht an die Presse und auch nicht an den BR gelangen und dies von Blocher trotzdem getan wurde. Das kann nicht bewiesen werden. Im Uebrigen kann man sich fragen, weshalb einer solches fotografiert und einem SVP-Politiker (H. Lei) aushändigt wenn nichts daraus werden soll !

  39. Christoph sagt:

    Blochers Vorgehen beim Erwerb der Ems-Chemie war moralisch jedenfalls der grössere Tiefflieger.
    Frau Hildebrand hat ihren Mann nicht zu Fall gebracht, man hat sie dazu benutzt ihn zu stürzen. Ich frage mich immer noch weshalb. Wahrscheinlich profitiert Blocher finanziell davon. Mit etwas Glück finden vielleicht mal dessen Bankauszüge den Weg in die Öffentlichkeit. Aber wahrscheinlich sind diese Dinge bei ihm Offshore.

    • Mark Mathis sagt:

      Genau. Das Motiv ist für mich auch noch nicht endgültig klar. Die gängigen Erklärungsversuche sind plausibel, aber nicht völlig befriedigend. Da muss bei Blocher irgendwo ein starkes finanzielles Eigeninteresse bestehen. Nun ja, solange Jordan nicht inthronisiert ist, ist das Game noch nicht vorüber.

    • Era Dam sagt:

      Christoph Blochers Vorgehen beim Erwerb der Ems-Chemie mag diskutabel sein, es betrifft jedoch das Verhältnis zwischen Privaten. Herr alt Nationalbankpräsident Hildebrand, inkl. sein Haushalt, war mit Fr. 1’000’000.– pro Jahr dafür bezahlt, das Beste für die schweizerische Währung herauszuholen – niemand hätte ihm einen Strick aus den Devisenzockereien gedreht, wenn er Direktor eine privaten Bank geblieben wäre – er hat sich jedoch für einen nationalen Job entschieden, es war seine persönliche Wahl, niemand hat ihn in diese Position gezwungen…

      • Mark Mathis sagt:

        Was nicht ausschliesst, dass Blocher Eigeninteressen verfolgt, wenn er Hildebrand abschiesst. Oder halten Sie ihn für Pestalozzi?

  40. Ernst Pauli sagt:

    Die Redaktion untestellt mit diesem Beitrag der Frau Hildebrand Fehltritte. Diese sind nicht bewiesen und oft nur vermutet. Es ist ein Versuch einer einseitigen Schuldzuweisung die nicht fair ist. Dass diese Hetzkampagne von SVP-Kreisen gesteuert wird, ist mittlerweile bekannt. Niemand kennt die Steuererklärungen der Hildebrands. Niemand kennt die Details und Beweggründe der Transaktionen, die eher im harmlosen Bereich sich bewegen. Es ist eine Hexenverbrennung. Mehr Respekt vor dem privaten Bereich wäre wünschenswert, aber das hilft leider bei der SVP nicht weiter. Transparenz bei der SVP = 0

  41. Katharina sagt:

    Logo, wenn”s brenzlig wird, schiebe den schwarzen Peter der Frau zu und versteck dich hinter ihrem Ruecken. Ein anscheinend sehr integrer Charakter……

  42. Blattmann Rudolf sagt:

    Was wenn das alles ein Schwindel ist? Die beiden Hildebrand’s sind beide internationale top Banker und keine Bürgernormalos wie wir, also in solchen Dingen sehr versiert. Aber selbst wir Normalos würden doch ein solches Geschäft klüger angehen, in dem wir es über midestens dritte auf die Cayman Islands verlegen. Das war kein Fehler, dass scheint mir eher Absicht gewesen zu sein. Wer, was und wie werden wir nie herausfinden, aber wer über die Machenschaften von sehr reichen Leuten Bescheid weis wie ein NB Chef (CHB lässt grüssen), geht auf dünnem Eis wenn er nicht entsprechend kooperiert.

  43. Silvie Blake sagt:

    Es wäre an der Zeit, dass die Konten der Hildebrands offengelegt würden, dann könnten vielleicht auch noch die treuen “Unterstützer” eines Besseren belehrt werden. Es könnte auch sein, dass dieser schnelle Rücktritt zur Schadensminderung in eigener Sache ausgeführt wurde. Eine PUK um das Verhalten aller Akteure zu durchleuchten könnte die Wahrheit an den Tag bringen. Mythos, Personenkult und Realität dürften dann mit Sicherheit anders gelagert werden.

  44. Die Frage nebenbei: Hier sind überhaupt keine Blogkommentare aus der Romandie! Wird dieses Thema ennet der Saane überhaupt in der Öffentlichkeit diskutiert? Oder ist es nur in der Deutschschweiz interessant?

    Und noch: Ist es in der Romandie überhaupt ein Fall Hildebrand oder wie in der Deutschschweiz einfach eine Gelegenheit zum fletschenden Blocher prügeln?

    Wird in der Romandie diskutiert, was ein Nationalbankpräsident zu tun und zu lassen hat? Oder ist dort das Hauptthema, wer, wem, was, wie gesagt oder zugesteckt hat?

  45. Karin Gut sagt:

    Das Handeln der Hildebrands war gewiss nicht über jeden Verdacht erhaben. Anderseits käme bei vielen Schweizern noch viel Verwerflicheres zum Vorschein, wenn plötzlich unser Bankgeheimnis aufgehoben würde. Es ist wohl etwas naiv, nun nur auf die Hildebrands einzudreschen, weil dort die Decke des Bankgeheimnisses etwas gelüftet wurde.

  46. reto monte sagt:

    Fall Hildebrand, so war es wirklich:

    Sie: “Schatz, ich möchte Dollars kaufen”
    Er: (empört) “Kashya”!!
    Sie: (stolz, dass sie bereits Schweizerdeutsch kann), versteht: “chasch ja”!

  47. Rudolf Mühlemann sagt:

    Der Zölibat als zielführende Lösung für spekulationswillige SNB-Präsidenten? Schwachsinn! Wie man schon immer ahnte und seit den Missbrauchs-Skandalen innerhalb der katholischen Kirche nun mit absoluter Sicherheit weiss, handelt es sich beim Zölibat um ein Trugbild zwecks Durchführung moralischer Scheingefechte. Es kann auch die Freundin sein, der man Interna der SNB erzählt, die dann im Massstab 1:1 in einen Spekulationsgewinn verwandelt werden können. Gleichgültig, wie man seine emotionalen und erotischen Sehnsüchte stillt: Der Präsident einer Notenbank spekuliert nicht!

  48. R. Lodari sagt:

    Je me demande comment on a pu nommer cette personne à la tête de la BNS. Je trouve tout aussi incroyable qu’une enquête pénale ait été ouverte contre l’employé de banque et aucune contre la famille et la personne de Monsieur Hildebrand. Tout aussi incompréhensible la position de Madame Widmer Schlumpf qui le soutenait. Je me demande qui pense aux contribualbes de ce pays.

  49. Es geht hier nicht um die Frau des SNB-Präsidenten. Es geht um das System SNB. Es geht auch um unser Bankgeheimnis. Und da bin ich sogar als Linker einmal mit Blocher einig. An der Albisgütlitagung hat er offen eingeräumt: da wurde tatsächlich das Bankgeheimnis verletzt. In einem solchen Fall sei dieser Rechtsbruch legitim. Das heisst aber auch: die Datenentwendungen bei der UBS, CS und anderen sowie deren Verkäufe an die Behörden der BRD und den USA waren das. Wir werden Blocher beim Wort nehmen. Knallhart!

  50. Stani Goid sagt:

    Wird man einen Richter anprangern, dessen Sohn beim Kiffen auf einer Party von Jugendlichen erwischt wird?

    – Wenn die Jugendlichen nicht verdeckte Ermittler sind, dann passiert wohl nichts weiter. Ich denke, dass schon so mancher kiffende Richterssohn von anderen Jugendlichen dabei beobachtet wurde…

    Spass beiseite.

  51. Toni Light sagt:

    Gibt es eigentlich den Ernst Pauli oder ist das eine gefakte Kunstfigur? Der überzeichnet sich selber so konsequent und irrational, dass er als ernsthafter Kandidat für den/die Schweizer/in des Jahres im Bereich Kunst/Schauspiel betrachtet werden muss. Ich bin fasziniert …….

    • Ralph Schehle sagt:

      Leider gibt es den Ernst Pauli schon lange und ich glaube, noch lange in verschiedenen Blogs. Er muss irgenwann einmal ein “gröberes” Problem mit CB oder der SVP gehabt haben, schreibt jedoch unter falschem Namen.

  52. Franz Sigrist sagt:

    Ich bin fasziniert. Frau Hildebrand kauft Dollars. (Nachvollziehbar übrigens, wenn ich in den Coop gehe und es gibt Rindsfilet im Aktionsangebot, dann kauf ich auch welches. Bin ich nun ein Fleischspekulant?).
    Und nun:
    - Sie hat spekuliert
    - Er hat spekuliert
    - Sie haben sich bereichert
    - Er ist nicht mehr tragbar
    - Sie wollte Steuern hinterziehen
    - Sie lügt
    - Er lügt
    Woher um Himmels Willen wisst Ihr das alles so genau??

  53. Mark Keller sagt:

    Franz Siegrist, Ihr Kommentar ist der einzig vernünftige Beitrag in diesem Blog. Unglaublich welchen Quatsch die Leute da zusammengeschrieben haben! Auch ich habe ein Bankkonto mit einer Fremdwährung eines Landes in welchem ich mich oft aufhalte. Natürlich kaufe ich die entsprechende Fremdwährung dann, wenn diese günstig zu haben ist. Auch beim Heizöl versuche ich immer bei einem möglichst tiefen Preis zu kaufen. Dies ist absolut für jeden Menschen normal. Nur bei der Frau des SNB-Präsidenten soll es nicht normal und unmoralisch sein. Ist es unmoralisch billig im Ausland einzukaufen?

KommentierenCommentaire

Verbleibende Anzahl Zeichen:

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen (ausser Französisch). Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. La rédaction se réserve le droit de ne pas publier des commentaires, en particulier s’ils contiennent des propos diffamatoires, racistes ou dans une langue autre que le français ou l’allemand (dialecte exclu). Les commentaires avec un nom fantaisiste ou avec un faux nom identifiable comme tel ne seront pas publiés. Aucune correspondance ne sera échangée sur les décisions éditoriales.

© baz.online